Wenn dir deine Prag-Reise noch ein paar freie Tage lässt, ist Budapest einer der lohnendsten Abstecher in Mitteleuropa. Die Donau teilt die ungarische Hauptstadt in das hügelige Buda und das flache Pest, und sie verbindet jahrhundertealte Thermalbäder, monumentale Architektur und ein einzigartiges Nachtleben in den berühmten Ruinenbars. Hier erfährst du, wie du von Prag nach Budapest kommst, wie lange du bleiben solltest und was du nicht verpassen darfst.

So kommst du von Prag nach Budapest
- Mit dem Zug: die bequemste Option. Der Direktzug braucht 6,5 bis 7 Stunden und fährt mehrmals täglich vom Prager Hauptbahnhof (Hlavní nádraží). Da die Fahrt lang ist, buch früh und wähle die Abfahrtszeit gut, damit du nicht einen halben Tag verlierst.
- Mit dem Bus: eine günstigere Alternative, die etwas länger dauert (7–7,5 Stunden), vor allem mit FlixBus und RegioJet.
- Mit dem Flugzeug: Es gibt Flüge, aber bei der kurzen Distanz ist die Gesamtzeit (inklusive Weg zum Flughafen und Check-in) meist ähnlich wie mit dem Direktzug oder sogar länger.
- Mit dem Mietwagen: etwa 530 km, rund 5 Stunden Fahrt, ohne Grenzkontrollen, da beide Länder zum Schengen-Raum gehören.
Wie viele Tage braucht man für Budapest?
Wegen der Entfernung eignet es sich nicht für einen Tagesausflug. Ideal sind mindestens 3 volle Tage. So hast du Zeit, Buda und Pest in Ruhe zu erkunden und mindestens ein Thermalbad zu genießen – ein Erlebnis, für das man Zeit braucht.
Was man in Budapest sehen sollte
- Ungarisches Parlament: eines der größten Parlamentsgebäude der Welt und das bekannteste Bild der Stadt, besonders bei Sonnenuntergang vom Fluss aus.

- Kettenbrücke (Széchenyi): die erste feste Brücke zwischen Buda und Pest, im 19. Jahrhundert erbaut und bis heute eines der meistfotografierten Wahrzeichen.
- Burgpalast von Buda: ein historischer Komplex auf dem Burgberg mit dem Königspalast und einigen der schönsten Panoramablicke auf Donau und Parlament.
- Fischerbastei: eine neugotische Terrasse mit kegelförmigen Türmchen aus dem frühen 20. Jahrhundert, mit spektakulärem Blick über Pest.
- Thermalbäder: Budapest liegt auf mehr als 100 heißen Quellen. Das neobarocke Széchenyi-Bad mit seinen Außenbecken ist das bekannteste und ein Muss.
- Jüdisches Viertel und Ruinenbars: das ehemalige jüdische Ghetto, heute das angesagteste Viertel der Stadt, mit Bars in skurril dekorierten verfallenen Gebäuden wie dem berühmten Szimpla Kert.
Einmal in Budapest, ist eine Bootsfahrt auf der Donau eine der schönsten Arten, das Parlament und den Burgpalast nachts beleuchtet zu sehen. Die Optionen findest du in unserem Ratgeber zu den Donau-Schiffsfahrten in Budapest.
Prag oder Budapest: was dich erwartet
Aus Prag kommend merkst du, dass Budapest größer und monumentaler ist, mit einem viel breiteren Fluss und spektakulärer nächtlicher Beleuchtung. Prag genießt man am besten beim Bummeln durch enge Gassen, Budapest auf seinen breiten Boulevards und vor allem vom Wasser aus.
Praktische Tipps
- Ungarn zahlt mit dem Forint (HUF), nicht mit dem Euro. Behalte den Wechselkurs im Blick, denn Preise wirken oft viel höher als erwartet (Tausende Forint für Alltägliches).
- Nimm Badesachen und Flip-Flops mit, wenn du in die Thermalbäder willst; Handtücher und einiges andere kann man dort aber leihen.
- Die Zugfahrt ist lang; wer früh bucht, zahlt meist weniger und hat sicher einen Sitzplatz.
Unser Tipp
Budapest verdient richtig Zeit, keinen Besuch im Eiltempo. Wenn du vor der Weiterreise nach Ungarn noch deine Tage in Prag planst, lies unseren Prag-Reiseplan für 2, 3 oder 4 Tage und mach eine unserer Free Walking Tours mit, bevor du weiterreist.



