Wenn du deine Prag-Reise mit einer der spannendsten Hauptstädte Europas für jüngere Geschichte verbinden möchtest, ist Berlin eine tolle Wahl. Geprägt vom Kalten Krieg und vom Mauerfall, ist es heute ein Zentrum für Street-Art, Museen von Weltrang und ein Kulturleben ohne Pause. Hier erfährst du, wie du von Prag nach Berlin kommst, wie lange du bleiben solltest und was du nicht verpassen darfst.

So kommst du von Prag nach Berlin
- Mit dem Zug: die praktischste Option. Der Direktzug braucht 4 bis 4,5 Stunden und fährt mehrmals täglich vom Prager Hauptbahnhof (Hlavní nádraží) zum Berliner Hauptbahnhof (Hauptbahnhof).
- Mit dem Bus: eine günstigere Alternative mit ähnlicher Fahrzeit (4–4,5 Stunden), unter anderem mit FlixBus und RegioJet.
- Mit dem Flugzeug: Es gibt Direktflüge, aber bei der kurzen Distanz ist der Zug meist bequemer, da er dich direkt ins Zentrum beider Städte bringt.
- Mit dem Mietwagen: etwa 350 km, rund 3,5–4 Stunden Fahrt, ohne Grenzkontrollen, da beide Länder zum Schengen-Raum gehören.
Wie viele Tage braucht man für Berlin?
Berlin ist eine große Stadt mit viel zu bieten, daher sind 2–3 Tage ideal, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ohne Hektik zu sehen. Mit nur einem Tag siehst du das Wichtigste, wirst aber mehr wollen.
Was man in Berlin sehen sollte
- Brandenburger Tor: das bekannteste Wahrzeichen der Stadt, Symbol der deutschen Teilung und Wiedervereinigung. Besonders schön beleuchtet in der Abenddämmerung.
- East Side Gallery: das längste erhaltene Stück der Berliner Mauer, nach dem Mauerfall 1989 zu einer Open-Air-Galerie mit über hundert Wandbildern von Künstlern aus aller Welt geworden.
- Museumsinsel: UNESCO-Welterbe mit fünf Museen von Weltrang, darunter das Pergamonmuseum mit seiner Rekonstruktion des Pergamonaltars.
- Alexanderplatz und Fernsehturm: das Herz des ehemaligen Ost-Berlin, überragt vom Fernsehturm mit einer Aussichtsplattform in über 200 Metern Höhe und dem besten Panoramablick über die Stadt.
- Checkpoint Charlie: der berühmteste Grenzübergang zwischen Ost und West im Kalten Krieg, heute eine historische Stätte mit einem kleinen Museum daneben.

Um tiefer in die Geschichte der geteilten Stadt einzutauchen, plane mindestens einen halben Tag für die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße ein, wo ein originales Mauerstück neben einem sehr gründlichen Dokumentationszentrum steht.

Prag oder Berlin: was dich erwartet
Während Prag sein mittelalterliches Zentrum fast vollständig bewahrt hat, wurde Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut und war jahrzehntelang geteilt. Das zeigt sich in einer viel vielfältigeren, modernen Architektur und einer ganz anderen Kulturszene mit mehr zeitgenössischer Kunst und alternativem Nachtleben.
Praktische Tipps
- In Deutschland zahlt man, anders als in Tschechien, mit dem Euro – denk beim Budget an den Währungsunterschied.
- Der Berliner Nahverkehr (U-Bahn, S-Bahn und Straßenbahn) ist dicht und hat Zonentickets; eine Tageskarte lohnt sich meist, wenn du viel unterwegs bist.
- Viele Museen haben montags geschlossen – prüfe die Öffnungszeiten, bevor du deine Tage planst.
Unser Tipp
Berlin ist ein ganz anderer Ausflug als Prag, ideal, wenn du jüngere Geschichte mit modernem Kulturflair verbinden willst. Wenn du vor der Weiterreise nach Deutschland noch deine Zeit in der tschechischen Hauptstadt planst, lies unseren Prag-Reiseplan für 2, 3 oder 4 Tage und mach eine unserer Free Walking Tours mit, bevor du weiterreist.



